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Einkommensschere geht weiter auf

Unter einer Einkommensschere verstehen Wirtschaftsforscher eine Kluft zwischen den Einkommen verschiedener Bevölkerungskollektive. So gibt es eine Kluft zwischen den Einkommen jüngerer und älterer Arbeitnehmer, eine zwischen weniger und besser ausgebildeten und auch eine Kluft zwischen den Einkommen von Männern und Frauen.

Um diese Einkommenskluft zwischen den Geschlechtern geht es hier auf dieser Homepage, die sich auch der Genderpolitik widmet.

Um Missverständnisse gar nicht aufkommen zu lassen: die ökonomische Gleichstellung von Männern und Frauen sollte selbstverständlich sein. Kein vernünftiger Mann wird es befürworten, einer Frau für die gleiche Arbeit weniger bezahlen zu wollen, am wenigsten ein Vater zweier Töchter, der ich ja bin.

Es stellt sich bei näherer Betrachtung jedoch heraus, dass veröffentlichte Statistiken einer Interpretation bedürfen. Ich zitiere aus Dietmar Maschers brillanter Analyse, veröffentlicht in den OÖN vom 03 01 2009: "Wer fordert, man solle Fauen mehr Vollzeitjobs verschaffen, mag dies reinen Herzens tun. Er solle die betroffenen Frauen aber fragen, ob sie das wollen. Beim Arbeitsmarktservice überwiegt die Nachfrage nach Teilzeitjobs nach wie vor."

KOMMENTAR des Autors dieser Web-Site Dr.Georg Pfau
Auch der Einkommensbericht 2012 belegt, dass mit steigendem Wohlstand die Einkommenskluft zwischen Männern und Frauen größer wird. Das mag auf den ersten Blick alarmierend sein und ich höre schon die Kommentare uninformierter Frauenrechlerinnen oder von Politpopulisten. Doch "empört werden jene sein, die gerne Äpfel mit Birnen oder brutto mit netto vergleichen" (Zitat Dietmar Mascher aus unten abgedruckten Artikel der OÖN vom 03 01 2009).

Frauen schneiden aus verschiedenen Gründen schlechter ab als Männer. Eines der Hauptmotive ist das Streben nach Teilzeitjobs, das evolutionsbiologisch bedingt ist. Frauen lassen sich mehrheitlich ganz gern nur teilzeitbeschäftigen. Dies bedarf einerseits eines entsprechenden Einkommens des Ehemannes, der vom "steigenden Wohlstand" profitiert, andererseits drückt das natürlich das Durchschnittseinkommen der Frauen. Eine vollausgebildetet Frau macht dieselbe Arbeit wie ein männlicher Berufskollege und verdient aber nur die Hälfte, weil sie nur 20 Stunden pro Woche arbeitet. Dieser leicht nachvollziehbare Umstand ist aus Statistiken aber nicht ablesbar.

Sie tut dies aber nicht, weil man ihr keinen Full-Time-Job angeboten hätte, sondern weil sie in Erfüllung ihres evolutionsbiologischen Auftrages einen Teil ihrer Schaffenskraft der Familie oder den Kindern widmen will.

Und das ist legitim. Eigentlich nicht nur legitim, sondern bewundernswert in einer Zeit, in der der "Job" der Mutter so schlecht behandelt wird wie noch nie. Die Erziehung der eigenen Kinder ist sicherlich der wertvollste Dienst an der Gesellschaft. Er kann durch keine öffentliche Stelle ersetzt werden, ganz im Gegenteil, nur die Mutter ist in der Lage, ihren Kindern die Nestwärme zu bieten, die sie brauchen. So gut ausgebildet kann ein Kindergartenpädagoge gar nicht sein.

Geborgenheit, das Gefühl zu hause zu sein, hierherzugehören, das Kind zweier liebender Eltern zu sein ist durch eine öffentliche Institution nicht zu vermitteln. Das Vertrauensverhältnis zwischen Mutter und Kind ist einzigartig.

DER VOLLE WORTLAUT DIESER BRILLANT VERFASSTEN ANALYSE von Dietmar Mascher (OÖN 03 01 2009)

Vor wenigen Tagen wurde der Einkommensbericht 2008 des Rechnungshofs veröffentlicht. Die Quintessenz: Die Schere zwischen Arm und Reich bzw. Männer- und Fraueneinkommen geht weiter auf.
Den OÖN liegt nun so was von exklusiv der brandneue Einkommensbericht 2012 vor, der in vier Jahren erhoben und Ende 2012 veröffentlicht wird. Das Ergebnis: Die Schere zwischen Arm und Reich, Männer- und Fraueneinkommen geht weiter auf.
Das Medianeinkommen wird 2012 rund 25.000 Euro brutto betragen haben. Die Interessenvertretungen der Frauen, manche Parteien und einige angebliche Experten werden sich gegenseitig die Schuld für diese Entwicklung zuschieben, die nur unter Vernachlässigung gegebener Fakten, statistischer Grundbegriffe und der Prozentrechnung überraschen kann.

Empört werden jene sein, die gerne Äpfel mit Birnen oder brutto mit netto vergleichen.

• Punkt eins: Das Medianeinkommen gibt Auskunft darüber, dass 50 Prozent der Bevölkerung mehr als diesen Betrag verdienen, 50 Prozent verdienen weniger. Strömen nun mehr Personen Richtung Teilzeitarbeit, die tendenziell weniger Einkommen beschert, dann sinkt das Medianeinkommen. Das bedeutet umgekehrt aber nicht, dass der Wohlstand sinkt. Wenn etwa mehr Menschen in Beschäftigung sind, steigt dieser eher. Wer fordert, man solle Frauen mehr Vollzeitjobs verschaffen, mag dies reinen Herzens tun. Er sollte die betroffenen Frauen aber fragen, ob sie das wollen. Beim Arbeitsmarktservice überwiegt die Nachfrage nach Teilzeitjobs nach wie vor.

Prozentrechnungen
• Punkt zwei: Die Prozentrechnungen sind ein Hund. Wenn in allen Branchen die Löhne und Gehälter der Beschäftigten mit einem Schlag um zehn Prozent erhöht werden, geht die Einkommensschere weiter auf. In Branchen, die traditionell mehr zahlen, fällt auch die Gehaltserhöhung besser aus. Und das, obwohl alle mehr verdienen. Das führt zu

• Punkt drei: Dass die Gewerkschaft schuld sein soll, dass die Einkommensschere aufgeht, ist zwar objektiv richtig, ihr aber subjektiv kaum vorzuwerfen. Wenn die Metaller oder die Belegschaftsvertreter in der Energiewirtschaft gut verhandeln und höhere Gehälter für ihre Mitglieder herausholen, ist das ihre Pflicht und kann von Vertretern anderer Branchen nicht ernsthaft kritisiert werden. Da in diesen Branchen mehr Männer arbeiten, ziehen diese Beschäftigten anderen Branchen wie Dienstleistung oder Handel davon. In letzteren arbeiten mehr Frauen.

Punkt vier: Brutto ist nicht gleich netto. Für Niedrigeinkommen ist keine Steuer zu entrichten, für mittlere und höhere schon. Wer also nur die Bruttoeinkommen vergleicht, spiegelt ein verfälschtes Bild.

Einkommensscheren, die aufgehen, sind nicht immer erfreulich, aber auch nicht immer grundsätzlich Ausdruck einer Katastrophe.

Wo ansetzen?
Grundsätzlich unerfreulich ist es, wenn Frauen keinen Zugang zu besser bezahlten Jobs haben und wenn sie nicht für dieselbe Arbeit dasselbe Gehalt bekommen. Auch aus dem Einkommensbericht 2008 ist ersichtlich, dass mit dem steigenden Grad der Bildung die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen geringer werden. Hier muss man ansetzen. Und nach Aussagen von Sozialminister Rudolf Hundstorfer soll dies auch passieren. Schon heute ist absehbar, dass Frauen in den höher bezahlten Berufen massiv aufholen. So sind bereits 70% der Medizinabschlüsse weiblichen Geschlechts. Dass das Aufholen aber eine Zeit lang braucht, wahrscheinlich eine ganze Generation, ist selbstredend.
Aufklärung darüber, welche Jobs lukrativ und zukunftsträchtig sind, ist mühsam, gehört aber auch zu einem umfassenden Plan, der zusätzlich ebenso verbesserte Kinderbetreuung vorsieht.

Man darf sich freilich nicht erwarten, dass getroffene Maßnahmen in kurzer Zeit das Bild maßgeblich verändern. Aber man kann eben nicht verordnen, dass schlecht bezahlte Raumpflegerinnen mit gut bezahlten männlichen Fachärzten den Job tauschen.

Mailto:georg.pfau@me.com

 
 
 
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