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„Als der Mann ein Familienmensch wurde“, so titelte Jörg Zittlau in der Rheinischen Post am 3. September. Der Artikel handelt – kurz gesagt – davon, dass vor 50 000 Jahren die Menschheit einen „kulturellen Quantensprung“ machte. Die Begründung hierfür liege  - so der Autor - darin, dass in dieser Epoche in den Körpern der Männer plötzlich weniger Testosteron kursierte und sie „weiblicher“ geworden wären. Wissenschafter wollen diese Entwicklung aus der Rückbildung der Augenbrauenwülste erkennen können.

 

Manch einer mag so einen Artikel überlesen, mich aber fordert er heraus: der Mann ein Hemmschuh für die Entwicklung der Menschheit? Niemals und ganz im Gegenteil!

 

Ob von Augenbrauenwülsten auf den Testosterongehalt im Blut geschlossen werden kann, wage ich zu bezweifeln. Fest steht, dass es sich bei einer allfälligen Verminderung des Testosterongehaltes im Blut der Männer nicht um die Ursache für gesellschaftliche Veränderungen handeln kann, sondern um deren Folge. Und fest steht, dass diese Kultur – die der Kelten - nicht von Bestand war.

 

Testosteron ist eine variable Größe. Ganz abgesehen davon, dass der Übergang vom Weiblichen zum Männlichen grundsätzlich als fließend zu bezeichnen ist, richtet sich der Testosterongehalt im Blut der Männer ganz maßgeblich nach den Lebensumständen.

Testosteron macht den Mann zum Jäger; - es macht aber auch die Jagd das Testosteron.

Je mehr ein Mann genötigt wird, die testosteronvermittelten männlichen Attribute „Kämpfen, Jagen, Experimentieren“ auch tatsächlich zu leben, desto mehr Testosteron wird er im Blut haben, - eigentlich: muss er im Blut haben.

 

Deswegen verfügen Sportler, vor allem aber Kampfsportler, über mehr Testosteron als Stubenhocker. Und deswegen befinden wir uns auch heute wieder in einer Epoche mit wenig Testosteron in den Adern der Männer.

 

Auch die Männer von heute haben sich verändert: vom Krieger der Weltkriege zum Weichei. Auch heute leben wir in einer Epoche des (relativen) Testosteronmangels. Die jungen Männer werden immer weiblicher, haben X - Beine, Senkfüße und eine schlechte Samenqualität. Der Grund hierfür liegt ähnlich wie vor 50 000 Jahren nicht in einer Veränderung der Gene, - so schnell geht das nicht mit der Evolution -, er liegt auch nicht darin, dass die Gesellschaft Männlichkeit schlechtredet und am liebsten abschaffen würde, denn biologische Prinzipien lassen sich durch Unterweisung nicht verändern. Der Grund für die schlechte Androgenizität (Androgenizität heißt männliches Erscheinungsbild) der Männer liegt in den Lebensumständen. Solange Kinder mit dem Schulbus in die Schule gebracht werden, und solange sie ihre Freizeit vorm Computer verbringen, - Tag für Tag, stundenlang! – wird sich nichts verändern.

Leider ist diese Entwicklung weder zum Wohle des Einzelnen, noch zum Wohle der Gesellschaft.

 

Um auf den anfangs zitierten Artikel zurückzukommen, leben also auch wir in einer Epoche der niedrigen Testosteronspiegel und der verweiblichten Männer. Doch die Behauptung, dass derart kastrierte Männer weniger gern Krieger sind und dafür mehr Familienmenschen lässt sich nicht belegen. Ganz im Gegenteil: Beziehungen zu führen scheint immer schwieriger zu werden. Jede zweite Ehe wird binnen drei Jahren geschieden und die meisten Kinder wachsen ohne ihre Väter auf. Sind das die Anzeichen dafür, dass Testosteronverlust zu Familiensinn führe?

 

Meine langjährige Erfahrung als Sexualtherapeut zeigt, dass Beziehungen dann besser funktionieren, wenn sich die Gegensätze anziehen. Nicht umsonst sagt man, dass es „Liebe ist, denjenigen (oder diejenige) gefunden zu haben, der (oder die) nicht so ist wie man selbst“. Die sich abzeichnende Geschlechtsrollendiffusion – das Ineinanderfließen der Geschlechter – erschwert eher das Zusammenleben als es zu erleichtern.

 

Frauen stehen auf „richtige“ Männer. Das sind Männer, die einen authentischen Lebensstil pflegen und auch so aussehen wie Männer: kantiges Gesicht, schmale Taille und breite Schultern. Sie sind problemlösungsorientiert, extrovertiert und familienfreundlich. Ich habe den Eindruck, dass der vielgeschmähte „Macho“ nicht nur von Frauen heiß begehrt wird, sondern sich auch eher um seine Familie kümmert.

 

Und wie geht`s weiter mit den Männern? Für den einzelnen ist diese Entwicklung auch eine Chance, indem er versucht NICHT so zu sein wie die Mehrheit. Der Macho ist begehrt und erfolgreich, privat ebenso wie im Beruf. Für die Gesellschaft indessen sieht es düster aus: die Gesellschaft der kastrierten Männer wird nach dem Muster vieler untergegangener Kulturen jenen unterliegen, deren Männer nicht kastriert sind. Dieser Prozess ist bereits im vollen Gange.

 

Dr. Georg Pfau

Sexualmediziner, Männerarzt

www.maennerarzt-linz.at

 

Anderer Meinung? Schreiben Sie mir!

georg.pfau@me.com

 

 

 

 

 

 

 
 
 
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