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Gibt es Sexismus gegenüber Männern?

"Der herrschende gesellschaftliche Konsens bestehe darin, die Mädchen (Frauen) im Nachteil zu sehen." Das sagt Heike Diefenbach, die nunmehr in Chemnitz tätige Soziologin, die sich schon vielfach zu dieser Thematik geäussert hat.

Ich zitiere sie sehr gerne, gerade weil sie eine Frau ist, doch auch ich als Mann bin immer weniger bereit, mich diesem "Konsens" zu beugen. Es ist eine Frage des Selbstbewusstseins, dieses Thema aufzugreifen.

"Sexismus gegen Männer" gibt es zuhauf. Nur wird er nicht wahrgenommen, oder vielleicht doch, vielleicht nur hingenommen, weil wir Männer uns zu wenig wehren. Da gibt es keinen Aufschrei, wenn eine deutsche Band singt, dass "alle Männer Schweine sind", ganz im Gegenteil, wir scheinen noch stolz darauf zu sein. Hand aufs Herz: glauben Sie im Ernst, es würde jemand politisch überstehen, wenn er sänge, dass "alle Frauen Schweine seien?"

Sexismus beschreibt diskriminierende Fakten gegen eines der beiden Geschlechter des Geschlechtes wegen. Es müssen also "die Männer" pauschal angesprochen werden und es muss eine ungerechtfertigte Schlechterstellung eines der beiden Geschlechter damit verbunden sein.

Wie gesagt, Beispiele gibt es allzu viele, so viele, dass ich sie hier gar nicht auflisten kann. Es fängt schon beim Pensionsalter an. Nicht nur, dass die Männer wesentlich jünger sterben, nicht nur, dass Männer im Alter öfter und länger invalide sind, nicht nur, dass den Männern fast ein Jahr durch Militär- oder Zivildienst verloren geht, nein, nein, sie müssen auch noch deutlich länger arbeiten.

Dabei zahlen sie wegen der gegenüber den Frauen durchschnittlich höheren Gehälter wesentlich höhere Sozialversicherungsbeiträge ein. Die Männer finanzieren also das frühere Pensionsantrittsalter der Frauen noch mit....!!

Erklärt wird dies mit der angeblichen Doppelbelastung der Frauen, sie rechtfertige das niedrigere Rentenalter, sagt man.... Doch was ist mit kinderlosen Singlefrauen, gelten für sie etwa höhere Pensionsalter? Und was ist mit der Doppelbelastung der Männer? Arbeit, Haus und Garten, freiwillige Feuerwehr...? Nicht wichtig?

Dass das Engagement der Männer in Vereinen und Bünden für unsere Gesellschaft nicht wichtig sei, wird wohl kaum jemand behaupten.

 

Einige Zahlen gefällig?

Das Frauenpenisonalter hier und anderswo.

Das gesetzliche Pensionsalter liegt in Österreich für Männer bei 65 Jahren und für Frauen bei 60 Jahren. Dass dies ungerecht und auch vor dem Gesetz nicht akzeptabel ist (wo bleibt in solchen Fällen die Rechtssprechung der Gerichtshöfe?) wurde zur Kenntnis genommen. Es gibt daher tatsächlich einen Beschluß aus dem Jahre 1992, ab 2024 (!!!) mit der schrittweisen Erhöhung des Frauenpensionsalters zu beginnen, sodaß dann, diesem Beschluß entsprechend, 2033 ein Ausgleich im Pensionsalter von Frauen und Männer erreicht wäre.

Soweit zur Situation in Österreich.

Anderswo ist man allerdings schon weiter.

"In vielen EU-Ländern gilt bereits für Frauen und Männer ein einheltliches Pensionsantrittsalter - und der Trend geht Richtung 67" schrieben am 28. 12. 2011 die Salzburger Nachrichten.

In Deutschland gilt für beide Geschlechter die Regelaltersgrenze von 65 Jahren. Es soll bis 2029 schrittweise auf 67 Jahre angehoben werden, selbstverständlich wieder für beide Geschlechter.

Ebenso in Spanien, da gilt allerdings 67 Jahre bereits ab 2013 - für beide Geschlechter.

In Luxemburg, den Niederlanden, Belgien, Dänemark und Portugal beträgt das Pensionsalter für beide Geschlechter 65 Jahre, in Lettland 62 Jahre.

In Frankreich dürfen beide Geschlechter bereits mit 60 die Pension antreten wenn sie die Versicherungszeiten beisammen haben, ansonsen ist für beide Geschlechter ein Alter von 65 vorgesehen. Auch in Frankreich geht die Diskussion Richtung 67, jede Regelung ist aber geschlechtsegalitär.


Interessant, dass auch in dieser Frage Österreich wieder einmal besonders säumig ist. Warum wohl?



 
 
 
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